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Indigene Voelker in Amazonien

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Das Ökosystem Regenwald

Entsprechend der klimatischen Zonen unserer Erde, welche sich von den Polkappen zum Äquator einteilen lassen, unterscheidet man zwischen verschiedenen Waldarten (boreale, temperierte, subtropische und tropische Wälder). Die dauerfeuchten inneren Tropen beschreiben einen "Gürtel" entlang des Äquators, in dem sich die artenreichsten Ökosysteme unserer Erde befinden. Diese tropischen Regenwälder befinden sich in den weiten Niederungsräumen Amazoniens, im Kongobecken (Afrika) und in den niederen Lagen der südostasiatischen Inselwelt.


Der immergrüne Regenwald







Megadiversität in den tropischen Regenwäldern

Immergrüne Regenwälder benötigen eine hohe und gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschlagsmenge. Diese beträgt mindestens 2000 mm pro Jahr und 100 mm pro Monat. Fast jeden Tag regnet es in den tropischen Regenwäldern. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr zwischen 25 und 28 Grad Celsius, die Tagestemperaturen können zwischen 20-38 Grad Celsius schwanken. Im Gegensatz zu anderen Breitengraden gibt es in den äquatorialen Gebieten keine Jahreszeiten, so dass man häufig auch von einem Tageszeitenklima spricht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit prägt das Klima im Regenwald. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren führt zur Entstehung der artenreichsten Tier- und Pflanzenwelt der Erde.

Weil die Böden der meisten Regenwälder sehr dünn und arm an Nährstoffen sind, gibt es eine enorme biologische Vielfalt. Die Nährstoffe sind zum größten Teil in den Pflanzen und Wurzeln gespeichert. Nach dem Absterben werden sie in kürzester Zeit wieder dem Kreislauf zugeführt. Die Pflanzen und Tiere haben teilweise sehr raffinierte Überlebensstrategien entwickelt, die sich vor allem auf die Nutzung von Licht ausrichtet. Man spricht häufig auch von "Megadiversitätszentren" und "Hot Spots der Biodiversität", wenn man von den tropischen Regenwäldern spricht. Drei von vier der heute bekannten 1,85 Millionen Arten stammen aus den Tropen, aber noch sind nicht alle in Register aufgenommen und analysiert.


Ökosystem Amazonien

Die optimalen klimatischen Bedingungen im Ökosystem Amazonien haben zu einer hohen Artenvielfalt geführt. Allein die Flora zählt über 45.000 Arten. Auf einer Fläche von 200 qkm zählte man 500 Baumarten und über 93.000 einzelne Pflanzen. Es haben sich ganz unterschiedliche Anpassungsmerkmale entwickelt, um die Bedingungen optimal zu nutzen. Man spricht im Amazonasgebiet von einem Tageszeitenklima, d.h. der Unterschied der Tages- und Nachttemperaturen ist höher, als der Unterschied zwischen dem kältesten und dem wärmsten Monat des Jahres. Zum Teil spricht man von den "Jahreszeiten des Hochwassers und des Nicht-Hochwassers". Die Wasserspiegelschwankungen betragen bis zu 15m. Manche Bäume stehen zeitweise bis zu den Wipfeln unter Wasser. Aus diesen Bedingungen heraus haben sich unterschiedliche Regenwaldtypen herausgebildet, die sich jeweils ihren Bedingungen angepasst haben. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen dem Terra firme (klassischer tropischer immergrüner Tieflandregenwald), dem Campina-Wald (besonders nährstoffarme Böden) und den Várzea und Igapó (trop. Immergrüne Überschwemmungswälder). Insgesamt schätzt man die Vielfalt der Bäume auf 3000 Arten (Mitteleurop. Wälder beherbergen ca. 50 Baumarten).

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entwicklung der Pflanzen ist der "Kampf ums Licht". Pflanzen am Urwaldböden bekommen gerade mal 2-3% des Tageslichtes ab, jedoch haben sie Strategien entwickelt, um dieses optimal zu nutzen.