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Indigene Voelker in Amazonien

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Informations- und Bildungsarbeit

Neben der Projektzusammenarbeit in Amazonien ist die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in Europa ein wichtiges Anliegen des Klima-Bündnis. Die Bevölkerung im Norden soll für Themen sensibilisiert werden, die für die indigenen Völker in Amazonien wichtig sind. Hierzu gehören der Schutz der biologische Vielfalt, die Auswirkungen des Klimawandels, die Erdölförderung und die Wahrung indigener Rechte. In Kooperation mit anderen Einrichtungen der Informations- und Bildungsarbeit werden diese Themen aufbereitet und vermittelt.


EnergyBridges - nachhaltige Energie zur Armutsreduzierung


EnergyBridges will das öffentliche Bewusstsein für die Energieungerechtigkeit zwischen Nord und Süd stärken. Gemeinsam wollen sich die Partner im Klima-Bündnis, Kommunen in Europa und indigene Völker der Regenwälder Amazoniens, durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, Lobbying und konkrete Projektunterstützung für einen gerechten Umgang mit Energie einsetzen.

 

Mehr Informationen: Website EnergyBridges


Erdöl in Amazonien

Gerade im Amazonasgebiet werden immer neue Erdölreserven erschlossen und Förderlizenzen erteilt. Leidtragende sind, neben dem Ökosystem Regenwald allgemein, die indigenen Völker, auf deren traditionellen Siedlungsgebieten das Erdöl gefördert wird. Sie werden teils von ihrem Land vertrieben oder sind gezwungen, in einer durch das Erdöl belasteten Umwelt zu leben.

Ziel des Projekts ist die Verdeutlichung der engen Zusammenhänge zwischen übermäßigem Energieverbrauch, Zerstörung des Regenwaldes, Existenzbedrohung indigener Völker und Klimawandel.

In diesem von der EU geförderten Projekt kooperiert die europäische Klima-Bündnis-Geschäftsstelle mit dem Klimabündnis Österreich und ASTM in Luxemburg. Angeboten werden Informationen auf einer eigenen Homepage, gedruckte Materialien, Vorträge und Kunstaktionen in Kommunen und Schulen.

 

 

 


Ch@t der Welten

Erdöl begegnet uns überall in unserem Alltag. Allerdings wird seine Nutzung wenig problematisiert und wenn, geschieht dies meist unter Aspekten der Umweltverschmutzung und des Klimaschutzes. Die Folgen der Erdölexploration auf die Ökonomien der Länder des Südens werden bei uns wenig thematisiert. Die Auswirkungen auf den Lebensraum und die sozialen Bedingungen der Menschen, vor allem der indigenen Bevölkerung, in den Förderregionen Ecuadors, Perus, Venezuelas und Kolumbiens sind für uns schwer nachzuvollziehen.

Das Projekt Chat der Welten will diese Informationslücken schließen. Es greift die gesamte Thematik der Produktlinie des Erdöls auf, über die Förderung im Regenwald bis hin zum Konsum. Das Projekt stellt den unmittelbaren Kontakt via Internet zu den verschiedenen Akteuren in der Amazonasregion her und ermöglicht so den Schülerinnen und Schülern einen tieferen Einblick in die Problematik, bietet ihnen die Möglichkeit der direkten Auseinandersetzung mit VertreterInnen der indigenen Organisationen, der staatlichen Institutionen und der Erdölkonzerne in den vier Ländern (Ecuador, Peru, Venezuela und Kolumbien), erlaubt es ihnen, sich ein umfassendes Bild von der Problematik um Rohstoffförderung und -nutzung zu machen.

Im Rahmen eines Pilotvorhabens wurde das Internetprojekt "Ch@t der Welten" in 20 ausgewählten Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Auf der eigens eingerichteten Website gab es neben einem öffentlichen Informationsbereich einen geschlossenen Werkstattbereich, der den Projektbeteiligten den Zugang zu zahlreichen Kommunikationsbereichen und Datenbanken ermöglichte. In diesem Rahmen konnten die Schulen miteinander kommunizieren, aber auch mit Partnern in Amazonien direkt oder online in Kontakt treten. Vertreter der Erdölindustrie, der Regierungen und der indigenen Organisationen beteiligten sich an diesem Projekt und standen zur Verfügung. Das Pilotprojekt ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen.

Ab diesem Jahr wird der Chat der Welten in 8 Bundesländern mit verschiedenen Schwerpunkten durchgeführt. Themen sind: Erdöl in Amazonien, indigene Völker in Lateinamerika, Biodiversität, Wasser, nachwachsende Rohstoffe, Klima und Energie.

 

Die Projektdokumentation des Chats in Nordrhein-Westfalen können Sie hier als pdf (1,1 MB) herunterlanden.