Biodiversitätskonvention (CBD)
Auf der UN-Konferenz über "Umwelt und Entwicklung", die 1992 in Rio de Janeiro stattfand, wurde das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (Biodiversitätskonvention, CBD) verabschiedet. Darin vereinbarte man als Ziele die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile. Die Biodiversitätskonvention wurde inzwischen von 178 Staaten, darunter auch Deutschland, ratifiziert.
Von besonderer Bedeutung für indigene Völker ist der Artikel 8 (j) der Konvention.
Artikel 8
:"Jede Vertragspartei wird, soweit möglich und sofern angebracht:
j) im Rahmen ihrer innerstaatliche Rechtsvorschriften Kenntnisse, Innovationen und Gebräuche eingeborener und ortsansässiger Gemeinschaften mit traditionellen Lebensformen, die für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt von Belang sind, achten, bewahren und erhalten, ihre breitere Anwendung mit Billigung und unter Beteiligung der Träger dieser Kenntnisse, Innovationen und Gebräuche begünstigen und die gerechte Teilung der aus der Nutzung dieser Kenntnisse, Innovationen und Gebräuche entstehenden Vorteile fördern."
Hier verpflichten sich die Unterzeichner, das traditionelle Wissen, die Innovationen und Praktiken indigener und lokaler Gemeinschaften zur Bewahrung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt zu respektieren, zu schützen und zu erhalten. Im Einverständnis und unter Beteiligung der Träger dieses Wissens soll seine Anwendung ausgeweitet werden. Die indigenen und lokalen Gemeinschaften sollen in angemessener Weise am Nutzen ihres Wissens beteiligt werden.
Auf der vierten Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention (COP), die 1998 in Bratislava stattfand, wurde eine offene Ad-Hoc-Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit Fragen der Umsetzung des Artikels 8 (j) beschäftigen soll. In der Arbeitsgruppe können die VertreterInnen indigener Völker ihre Positionen vortragen, die abschließenden Entscheidungen werden aber von den Staaten getroffen. Die COICA nimmt aktiv mit eigenen Vorschlägen an der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe teil.
Das Klima-Bündnis auf der COP 9 in Bonn
Deklaration des Internationalen Indigenen Forum zu biologischer Vielfalt, COP9, Bonn














