Hintergrundbild Indianer
Logo Klimabuendnis
Indigenous Peoples in the Amazon

Sprache:

Indigenen-News

Die alltäglichen Probleme der indigenen Völker in Amazonien sind der Öffentlichkeit kaum bekannt. Diese sind praktisch in allen Anrainerstaaten geprägt von Gewalt und Bedrohungen durch Holzfäller, Siedler, Goldsucher oder Erdölunternehmen. Die fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes bedeutet auch die Zerstörung ihrer Existenzgrundlagen. Wir setzen deshalb die Berichterstattung über die Probleme fort, denen Indigene ausgesetzt sind.


Erdöldesaster nicht nur am Golf von Mexiko - Bietet die Yasuní-Initiative eine Lösung?

Pressemitteilung zum internationalen Tag der indigenen Völker

Klima-Bündnis, 05. August, 2010

Die größte Erdölkatastrophe weltweit ist durch die Explosion der Ölbohrplattform von BP im Golf von Mexiko entstanden. Die gesamte Region – Tiere und Pflanzen ebenso wie Fischerei und Tourismus – kämpfen seitdem gegen die Folgen. Aber auch andere Desaster, bei denen weitaus weniger Erdöl ins Wasser strömt, verseuchen Flüsse und Seen und gefährden Mensch und Natur. Insbesondere indigene Völker werden immer wieder durch die Ölförderung in ihren Gebieten bedroht.

 

So floss in Peru im Juni 2010 Rohöl aus einem Tankschiff in den Río Marañon und vergiftete damit die Trinkwasserquelle der umliegenden indigenen Gemeinden. Auch der größte See Südamerikas, der Lago de Maracaibo in Venezuela, ist durch die jahrelange intensive Erdölförderung stark verschmutzt. Seit Mai 2010 treiben schmierige schwarze Ölklumpen auf dem Wasser, die Fischer fangen immer weniger, meist ölverklebte Fische und Touristen lassen sich überhaupt nicht mehr blicken. Noch heute 20 Jahre nach dem Ende der Erdölförderung im Nordosten Ecuadors sickern aus 600 offenen Gruben öl- und schwermetallhaltige Abwässer ins Grundwasser und verseuchen Viehweiden und Felder.

 

Jetzt stellt Ecuador mit der Yasuní-ITT-Initiative eine Alternative vor: Rund 900 Millionen Barrel Erdöl, die unter dem Yasuní-Nationalpark im Block Ishpingo-Tambococha-Tiputini im Nordosten des Landes liegen, werden nicht gefördert, wenn die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen durch die internationale Staatengemeinschaft erstattet wird.

 

Am 3. August 2010 war es endlich so weit: Die Regierung von Ecuador und das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) haben nach drei Jahren Vorbereitung den Vertrag für die Gründung des Yasuní-ITT-Treuhandfonds unterschrieben. Damit werden der Atmosphäre 410 Milliarden Tonnen CO2 erspart! Und mindestens genauso wichtig: Der Lebensraum mehrerer indigener Völker, u.a. der isoliert lebenden Nomadenvölker Tagaeri und Taroemanane, bleibt intakt. Das Geld aus dem Yasuní-Fonds wird zur Versorgung mit erneuerbaren Energien sowie für soziale Projekte und den Umweltschutz verwendet.

 

„Die Yasuní-Initiative stellt einen innovativen Beitrag zum Schutz des Klimas, des Regenwaldes und der Menschenrechte dar. Dies ist ein großartiger Erfolg der ecuadorianischen Zivilgesellschaft und der indigenen Organisationen der betroffenen Region, die seit Jahren gegen die zerstörerische Erdölförderung im Amazonasgebiet kämpfen“, begrüßt Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis, die Vertragsunterzeichnung für den Treuhandfonds: „Die Mitglieder des Klima-Bündnis haben bereits im April 2010 die EU und ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, den Yasuní-ITT-Vorschlag der ecuadorianischen Regierung finanziell zu unterstützen.“

 

Auf Einladung des Klima-Bündnis werden im Herbst 2010 Gäste aus Ecuador in Europa erwartet. Auf ihrer Reise durch Luxemburg, Belgien, Deutschland, Ungarn und Tschechien im Rahmen des EU-Projekts „EnergyBridges – nachhaltige Energien zur Armutsreduzierung“ werden sie über die Yasuní-Initiative und die aktuelle Situation in Ecuador berichten.

 

Weiter Informationen:

Silke Lunnebach, Tel. 069-717139-32, s.lunnebach@klimabuendnis.org

www.energybridges.eu

Im Blickpunkt? – Indigene Rechte in der Deutschen Entwicklungs- und Umweltpolitik


So enttäuschend die Klimakonferenz in Kopenhagen im Hinblick auf ein international verbindliches Abkommen auch war, für die indigenen VertreterInnen gab es zumindest einen Teilerfolg.

Im Abschlusstext zu REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) wird die Bedeutung der indigenen Völker anerkannt und ihre Einbindung gefordert.

Was bedeuten diese kleinen Erfolge auf der lokalen Ebene? Ändert sich damit die Situation der indigenen Völker merklich?

2010 gibt es gleich zwei große internationale Konferenzen, die auch für die indigenen Völker relevant sind: Die COP 10 im Biodiversitätsprozess in Nagoya, Japan im Oktober und die Klimakonferenz (COP 16) im Dezember in Cancun, Mexico (COP: Conference of the Parties).

Es zeigt sich immer deutlicher, dass indigene Völker nicht nur Opfer der negativen Auswirkungen von Klimawandel und Verlust an biologischer Vielfalt sind, sondern auch wichtige Partner bei der Suche nach den Lösungsmöglichkeiten. Ihr traditionelles Wissen und enge Beziehung zu den jeweiligen Ökosystemen liefern wichtige Erkenntnisse, die auch in die politischen Strategien einfließen und in der Anerkennung ihrer Rechte auf nationaler sowie internationaler Ebene deutlich werden müssen.

Mit VertreterInnen der relevanten Ministerien der Bundesregierung, indigenen RepräsentantInnen und Organisationen aus dem Umwelt- und entwicklungspolitischen Bereich wollen wir die Forderungen und Perspektiven der indigenen Organisationen auf internationaler Ebene vorstellen und die Möglichkeiten der Unterstützung erörtern.

 

Zur achten Tagung zu den Rechten indigener Völker laden herzlich ein

Sabine Schielmann, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe)

Dr. Theodor Rathgeber, Deutscher Koordinationskreis ILO 169, Kassel

Silke Lunnebach, Klima-Bündnis e.V., Frankfurt am Main

Peter Bednarz, Evangelische Akademie Villigst, Schwerte

 

Wo?: Köln, Feuerwache

Wann?: 30. September, 19 Uhr bis 02. Oktober 2010, 12:30 Uhr

Das Programm und die Anmeldung finden Sie hier


Lasst das Öl im Boden

ist der Titel einer Veranstaltung, die das Klima-Bündnis am 08.10.2010 gemeinsam mit der Stadt Frankfurt durchführt.
Hintergrund ist die Yasuni- Initiative der ecuadorianischen Regierung. Sie bietet der internationalen Gemeinschaft an, ein großes Erdölfeld unter dem Yasuni-Biosphärenservat nicht anzubohren, wenn dafür ein Fonds geschaffen wird in dem die Hälfte der entgangenen Einnahmen vom Erdölverkauf von Regierungen und Institutionen eingezahlt werden. VDer Vertrag zur Einrichtung des Fonds wurde letzte Woche mit der UN-Entwicklungsorganisation abgeschlossen.
Ermel Chavez, Präsident der Frente de Defensa de la Amazonia, einem Netzwerk von verschiedenen Gruppierungen, die seit Jahren ein Entschädigungsprozess gegen Texaco führt, Victor Lopez, ein Anthropologe und Experte für nachhaltige Entwicklung sowie Daysi Zapata, die Vizepräsidentin der nationalen indigenen Organisation Perus, AIDESEP, werden über die Situation im Regenwald Ecuadors und Perus berichten und ihre Einschätzung zur Yasuni-Initiative abgeben.

 

Wo: Hörsaal der Universität in Bockenheim, Frankfurt a.M.

Wann: 08.10.2010 von 19 bis 21 Uhr

 

Kontakt:

Silke Lunnebach

Historischer Sieg der indigenen Völker in Peru

Peruanischer Kongress hat das Gesetz zur Konsultationspflicht mit vorherigem Einverständnis durch indigene Gemeinschaften beschlossen.

Mit 62 Stimmen für das Gesetz und lediglich 7 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen wurde in Peru, nach 15 Jahren Wartezeit, das Gesetz zum Recht auf vorherige Konsultation der indigenen Völker, beschlossen. Dieses Recht wird in der Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) anerkannt, die von Peru ratifiziert wurde. Das Besondere an diesem Gesetzesvorhaben ist, das es die Zustimmungsvoraussetzung der indigenen Völker zu Gesetzen oder Verwaltungsentscheidungen vorschreibt, die sie direkt betreffen.

Nach der Abstimmung hat der nationale Sekretär der AIDESEP, Saul Puerta Pena, betont, dass dies ein Erfolg des Widerstandes der indigenen Völker ist und ein weiterer Schritt, um den Frieden und die Annäherung zwischen Staat und indigene Völker darstellt. Gleichzeitig hat er sich beim Kongress bedankt und die Regierung ermahnt, das Gesetz zu beachten, denn andererseits werden die indigenen Gemeinden ihre Entscheidungen nicht akzeptieren. Es geht um den Aufbau gegenseitigen Vertrauens.

Der Koordinator des Dialogtisches 3, das für das Gesetzesvorhaben zuständig ist, hat ergänzt, dass dieser Beschluss ein wichtiger Fortschritt für die indigenen Völker bedeutet. Gemeinsam mit den indigenen Völkern der Andenregion haben sie erreicht, dass dieses Recht von den Regierungen respektiert wird.

Das Recht auf vorherige Konsultation mit der Option der Ablehnung ist ein zentrales Anliegen der indigenen Völker weltweit, denn es basiert auf den besonderen Rechten für indigene Gemeinschaften, die auch in der Konvention 169 der ILO verankert sind. Der Gesetzestext bezieht sich auch ausdrücklich auf die Konsultation im Rahmen von nationalen Entwicklungsprojekten. Damit haben die indigenen Völker ein wichtiges Instrumentarium, um ihre Lebensgebiete von großen Infrastrukturprojekten oder Förderkonzessionen für den Abbau von Erdöl und anderen Bodenschätzen zu schützen.

Lima, 20. Mai 2010


Erdölförderung zerstört Regenwald in Ecuador ­ Europäische Delegation besichtigt die Schäden

Versteckte Ölseen im Amazonas-Regenwald und ­ in offiziell gereinigten Gebieten ­ Erdreich, das bereits in 1,5 Metern Tiefe deutlich nach Erdöl riecht, demonstrieren das Umweltdesaster, das der weltgrößte Erdölkonzern Chevron in Ecuador hinterlassen hat. Die Nichtregierungsorganisation FDA (Frente de Defensa de la Amazonia) führt im Namen der Zivilgesellschaft ein gerichtliches Verfahren gegen Chevron, um den Konzern zur Beseitigung der Schäden zu zwingen. Chevron hält dagegen, versucht mit allen Mitteln den Prozess zu seinen Gunsten zu beeinflussen und zieht ihn in die Länge.

Auf einer „Toxitour“ in der Region Oriente zeigten Vertreter der FDA einer Delegation europäischer Politiker und VertreterInnen von NGOs die Regenwaldzerstörungen sowie die Verseuchung der Erde und des Wassers. Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock, kommentierte: „In Ecuador laufen Zerstörungen in so gewaltigen Ausmaßen ab, wie sie in Deutschland nicht vorstellbar sind. Zu Hause kämpfen wir um jedes Waldgebiet, beseitigen umgehend Ölhavarien oder sanieren Altlasten.“

Die zehntägige Reise durch Ecuador führte die VertreterInnen aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, Tschechien und Ungarn auch in die indigene Gemeinde Sarayaku. Die Kichwa-Gemeinde ist durch ihren bis heute anhaltenden Widerstand gegen die von der ecuadorianischen Regierung beschlossene Erdölförderung auf ihrem Gebiet bekannt geworden. Gerade eine Woche bevor die europäische Delegation eintraf, konnte ein historischer Erfolg gefeiert werden: Die letzten der vor Jahren verlegten Sprengsätze für seismische Untersuchungen wurden entfernt.

Die Gemeinde kämpft nicht nur gegen die Erdölförderung, sondern für ihr Entwicklungsmodell und ihre eigene kulturelle Identität. Sie verfügt über Solarstrom, mit dem eine Satellitenschüssel, ein Internetcafé und eine eigene Website betrieben werden. Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München sowie Vorsitzender des Klima-Bündnis, zu diesem Ansatz der kommunaler Entwicklungszusammenarbeit: „Die politische und finanzielle Unterstützung dezentraler Modelle wie z.B. in Sarayaku, die die lokale Ökonomie unter Sicherung der sozialen und ökologischen Strukturen fördern, stärken diese Kooperation.“

Die europäische Delegation führte außerdem Gespräche mit Vertretern der COICA, der Dachorganisation der indigenen Völker Amazoniens und Partnerorganisation des Klima-Bündnis, und diskutierte mit staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren über Lösungsansätze in dem Spannungsfeld Armut, Erdölförderung, Umweltschutz und Menschenrechte. Einen wichtigen Ansatz bildet die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Strukturen in Europa und Ecuador. Peter Molnar, Geschäftsführer vom Klimabündnis Österreich, zog ein vorläufiges Fazit: „Die Diskussionen mit den direkt Beteiligten offenbart die Bitterkeit, wenn, wie derzeit in Ecuador und Peru geplant, für das letzte Jahrzehnt der Erdölnutzung die letzten zusammenhängenden Urwaldgebiete Amazoniens mit höchster Biodiversität geopfert werden sollen.“

Die Delegationsreise nach Ecuador wurde im Rahmen des EU-Projektes EnergyBridges durchgeführt, um die Auswirkungen des Energiehungers der Industrieländer und der „Energie(un)gerechtigkeit“ in Ecuador kennen zu lernen.

Weitere Informationen:
http://blog.climatealliance.org oder http://www.energybridges.eu
Silke Lunnebach, Tel. +49-69-717139-32
s.lunnebach(at)klimabuendnis.org

 

Die Gemeindemitglieder in Sarayaku benötigen juristische Unterstützung, um sich gegen eine Anklage wehren zu können. Sie brauchen dafür rund 2.500 Euro. Falls Sie die Gemeinde unterstützen möchten, können wir Ihre Spende über das Klima-Bündnis an Sarayaku weiter leiten.

 

GLS Gemeinschaftsbank eG.
Konto: 8038409001, BLZ: 43060967, Stichwort: Sarayaku


Erklärung zur Situation in Peru

Auf der Tagung in Schwerte, bei der verschiedene Vertreter aus Peru, unter anderem der Kongressabgeordnete Oswaldo Luizar Obregon, über die aktuellen Aktionen der indigenen Völker berichtet haben, wurde von den TeilnehmerInnen eine Erklärung an den peruanischen Präsidenten Alan Garcia verabschiedet.


Sieg der Indigenen – Abgeordneter aus Peru berichtet

Peru: Parlament nimmt Verordnungen der Regierung zum Verkauf von indigenem Land zurück - Druck auf Gebiete ist jedoch nicht gebannt

Dieses Mal hatten sie Erfolg: Zwei Wochen nach Beginn der Demonstrationen, Straßensperren und Protesten von Tausenden Indianern hat der peruanische Kongress am letzten Freitag die zwei kritisierten Verordnungen wieder zurückgenommen. Durch die Verfügungen sollte der Verkauf von indigenem Land an Erdölfirmen und Bergbaukonzerne vereinfacht werden. Mit 29 zu 66 Stimmen verlor die Regierung von Alan García die Abstimmung deutlich - eine große Niederlage für den Präsidenten.
Alberto Pizango Chota, Präsident der indigenen Organisation Aidesep, erklärte, dass sich die Indigenen nicht gegen den Fortschritt wenden. Dieser müsse jedoch im Respekt gegenüber den indigenen Völkern und ihrer Territorien erfolgen. In der Regel missachten aber die Öl- und Bergbaukonzerne die Rechte der indigenen Bevölkerung und verseuchen ihre Umwelt. Sie bringen der armen Bevölkerung keinen Wohlstand, sondern oft noch größere Armut und den Verlust ihres Landes.
Nach Beginn der Proteste hatte die Regierung in drei Amazonasregionen den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Lage spitzte sich zu und es gab Verletzte auf beiden Seiten, als die Polizei versuchte die Blockaden zu beenden. Mit dem Argument, die Entwicklung der Amazonasregion fördern zu wollen, verteidigte García die Initiative der Regierung. Die betroffene Bevölkerung, unter ihnen über 350.000 Indigene, wurde aber nicht gefragt.
Mit der Aufhebung der Verordnungen hat die indigene Amazonas-Bevölkerung einen Sieg errungen. Trotzdem ist der Druck auf ihr Land nicht gebannt. Über 70 Prozent - das sind 52 Millionen Hektar - des peruanischen Amazonasgebiets sind bereits in Förderblöcke aufgeteilt. Diese 151 Blöcke liegen auch in Naturschutzgebieten und auf indigenem Land. Noch nicht einmal Gebiete, in denen Indigene ohne Kontakt zu Fremden leben, sind ausgenommen.
Der Abgeordnete Oswaldo Luizar Obregon, der im Kongress die Region Cuzco vertritt, wird über die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Indigenen während einer Tagung am kommenden Wochenende informieren.

Tagung "Indigene Völker und Biodiversität"
29. bis 31. August 2008 in der Ev.Akademie Villigst in Schwerte
Anmeldung:
Frau Huckenbeck

g.huckenbeck(at)kircheundgesellschaft.de

Tel. +49-692304-755-324


Deklaration des Internationalen Indigenen Forums zu Biodiversität

Zur Vorbereitung der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt (CBD COP  9) trafen sich über 130 indigene VertreterInnen in Bonn. Hier wurden gemeinsame Positionen und Strategien abgestimmt. Zur Eröffnung der Konferenz wurden die Positionen den nationalen Delegationen vorgetragen.

Deklaration des IIFB (pdf, 64 KB)

 

 


Wichtige Erfolge der Indigenen Völker in Peru und Brasilien

Sowohl in Brasilien als auch in Peru haben indigene Völker wichtige Erfolge im Schutz ihrer traditionellen Gebiete und des Regenwaldes errungen.

Der brasilianische Justizminister hat die Demarkierung von 18.000 ha im Bundesstat Espirito Santo unterzeichnet. Das ist ein Gebiet, das die Völker der Tupinikim und Guarani seit vielen Jahren für sich beanspruchen. Damit haben diese Völker einen wichtigen Erfolg in einer jahrelangen Auseinandersetzung mit einem der größten weltweiten Zellstoffproduzenten, der Aracruz, errungen. Diese Auseinandersetzung ist geprägt von massiver Gewalt gegen die Indigenen Völker. In dem internationalen Netzwerk von Institutionen, die über die Situation informiert und die Aktionen vor Ort unterstützt haben, ist auch das Klima-Bündnis eingebunden. (weitere Infos)

In Peru hat die argentinische Gesellschaft Puspetrol aufgrund des Drucks der indigenen Gemeinschaften darauf verzichtet 39 neue Ölbohrungen in den indigenen Gebieten am Rio Corrientes durchzuführen. Im Rahmen des Projektes „Schwarzes Gold aus grünen Wäldern“ hat das Klima-Bündnis 2004 eine Delegationsreise mit KommunalvertreterInnen aus Deutschland und Österreich in die Region organisiert. (weitere Infos)