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Indigene Voelker in Amazonien

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Wer ist die ILO?

Die ILO (International Labour Organization) wurde im Jahr 1919 als eine Sonderorganisation der UNO gegründet (Sitz in Genf). Vetreterinnen und Vertreter von Regierungen, Arbeitnehmer- und Arbeitgeber- organisationen von 173 Mitgliedsstaaten haben sich eine Verbesserung der weltweiten sozialen Sicherheit sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen zum Ziel gesetzt.

Mittlerweile haben 20 Staaten die Kovention ratifiziert (Stand August 2008).

Weiter Informationen zu Geschichte, Struktur, Aufgaben und Ziele der Organisation finden Sie auf der Homepage der Internationale Labour Organization (ILO).

 


Die ILO-Konvention Nr. 169

Die Gesamtzahl der Angehörigen der indigenen Völker der Erde wird auf etwa 350 Millionen Menschen in über 70 Ländern geschätzt. Ihre Lebensweise unterscheidet sich zumeist durch ihre besondere Beziehung zur Natur, die ihre Kultur über Jahrhunderte geprägt hat. Jedoch sind ihre Lebensgrundlagen heute mehr und mehr gefährdet. Politische und wirtschaftliche Interessen, die im Zuge der Globalisierung unumgänglich erscheinen, bedrohen die Lebensweise vieler indigener Völker.

Die Konvention Nr. 169 der ILO ist die bis heute einzige internationale Norm, die den indigenen Völkern rechtsverbindlichen Schutz und Anspruch auf eine Vielzahl von Grundrechten garantiert. In 44 Artikel garantiert das "Übereinkommen über indigene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern" grundlegende Rechte der indigenen Völker. Die Konvention wurde 1989 verabschiedet und trat am 5. September 1991 in Kraft. Ratifiziert wurde sie bislang von 17 Staaten (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Dänemark, Domenica, Ecuador, Fiji, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Paraguay, Peru und Venezuela), darunter mit Norwegen, Dänemark und den Niederlanden auch drei europäische Länder.

Auf der Seite des Koordinationskreises finden Sie unter folgendem Link die deutsche Übersetzung der ILO-Konvention Nr. 169.

 


Der Koordinationskreis ILO-Konvention Nr. 169

Der Koordinationskreis fordert die Ratifizierung der ILO 169, um die Rechte der indigenen Völker in unserer globalisierten Welt zu stärken. Die Unterzeichnung des Übereinkommens soll nicht allein die Aufgabe der Länder sein, in denen auch indigene Völker leben. Aufgrund der Globalisierung wird der Einfluss und damit auch die Bedrohung der Indigenen immer stärker. Eine Unterzeichnung würde demnach auch die Wirtschafts- und Außenpolitik nachhaltig umgestalten, in Rücksichtnahme auf die Menschenrechte.

Der Koordinationskreis hat eine Info-Mappe zum Thema ILO 169 zusammengestellt, den Sie als pdf-Datei unter diesem Link downloaden können.

Der Koordinationskreis setzt sich aus folgenden Organisationen zusammen:

Adivasi-Koordination in Deutschland e.V. (Kassel),

Agencia Latinoamerica de Sevicios Espeiciales de Información (ALASEI, Bonn), amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. (ai Berlin/Bonn),

Arbeitskreis Indianer heute (Reichenhall i.V.),

Brot für die Welt (Stuttgart),

Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko (München),

Diakonisches Werk - Abteilung Menschenrechte beim (Stuttgart),

Freundeskreis Naturvölker

Fakultät für Soziale Arbeit (Eichstätt-Ingolstadt, Prof. Dr. Christian Beck),

FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk (FIAN, Herne),

Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV, Göttingen),

Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe, Köln),

Klima-Bündnis e.V. (Büro Frankfurt am Main),

Menschenrechte 3000 (Freiburg),

Missio - Lateinamerikareferat des Missionswissenschaftlichen Institutes e.V. (Aachen),

Missionszentrale der Franziskaner e.V. (Bonn),

Ökumenischer Ausschuss für Indianerfragen in Amerika (ÖAI, München),

Pro Regenwald e.V.

Südostasien-Informationsstelle (Asienhaus, Essen),

urgewald (Sassenberg),

Vamos e.V. (Münster)