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Indigene Voelker in Amazonien

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Aktuelle Projekte


Solarpartnerschaften - Solarlampen im peruanischen Regenwald

Nur die Hälfte aller Haushalte weltweit ist an ein Stromnetz angeschlossen. In Peru haben nur ca. 65 % der Bevölkerung Teil an einer öffentlichen Stromversorgung. Vor allem die ländliche und indigene Bevölkerung in abgelegenen Dörfern - wie im Amazonasgebiet - ist hier betroffen.
Um elektrischen Strom zu erzeugen, vor allem auch für die Beleuchtung, kommen in den Gemeinden teils Generatoren zum Einsatz. In den einzelnen Häusern werden vornehmlich Petroleumlampen verwendet.
Petroleum ist somit für die Menschen im Regenwald, auch für die indigenen Gemeinschaften, die Hauptenergiequelle zur Lichterzeugung. Jedoch hat dies starke negative Folgen: Der durch die Verbrennung des Petroleums in den Häusern verursachte Rauch und Ruß führt zu verschiedenen Gesundheitsschäden in den Familien, wie auch zu Augenschäden durch relativ schwaches Licht. Neben den gesundheitsschädigenden Folgen, hat die Verbrennung von Petroleum durch freiwerdende CO2-Emissionen Auswirkungen auf Umwelt und Klima.
Ein weiteres Problem in die Beschaffung und die Kosten von Leuchtpetroleum. Es muss in die Gemeinden transportiert werden und je nach Entfernung der Gemeinde zur nächsten Stadt sind die Kosten sehr hoch und der Zugang nicht immer gewährleistet.
Eine Möglichkeit diese Probleme zu umgehen, ist die Einführung und Verbreitung von Solarleuchten, in Form von kleinen dezentralen photovoltaischen Energiesparlampen.

Die mobilen Akkuleuchten können abends zwischen 3 bis 6 Stunden Licht spenden. Kombiniert werden sie mit kleinen Solarmodulen (3 Watt) oder mit einer Ladestation (40 Watt) für 10 Lampen.


Projektidee
In Iquitos, eine Stadt im nördlichen Amazonasgebiet Perus, Bundesstaat Loreto, soll eine Werkstatt zur Montage von mobilen Solarleuchten und Solarmodulen aufgebaut werden. Dieses Projekt soll in Kooperation mit dem Programm zur Ausbildung von in-digenen LehrerInnen (FORMABIAP) und der indigenen Nationalorganisation AIDESEP, die das Ausbildungsprogramm begleitet, realisiert werden. Vor Ort wird auch die ORAI, als regionale Organisation der AIDESEP mit Sitz in Iquitos mit in das Projekt einbezogen sein.


FORMABIAP (Programm zur Ausbildung bilingualer LehrerInnen im peruanischen Amazonasgebiet)
Das Programm zur Ausbildung bilingualer LehrerInnen im peruanischen Amazonasgebiet ist eine Bildungsinstitution, die sich zum Ziel gesetzt hat, speziell auf die schulischen Bedürfnisse der indigenen Kinder im Amazonasgebiet einzugehen. Die Kinder sollen als neue Generation auf ihre kollektiven Rechte, den Schutz und nachhaltiger Umgang mit ihrem Gebiet, unter Prinzipien der Autonomie und Selbstbestimmung vorbereitet werden.
Das Programm wird gemeinsam von einem Vertreter der indigenen Nationalorganisation (AIDESEP) und einem Vertreter des Erziehungsministeriums koordiniert.
Die Institution besitzt am Stadtrand von Iquitos ein Gelände (ca. 20 ha) mit einer Infrastruktur von Unterkunft- und Lehrräumen, Bibliothek, Computerräumen und einer Kantine.
Weitere Informationen: www.formabiap.org


SOLUX e.V.
Der Verein SOLUX e.V. vertreibt die Solarlampen in Verbindung mit einem Projekt zum Aufbau einer Werkstatt und unterstützt die Umsetzung vor Ort. Sie haben bereits vielfältige Erfahrungen mit solchen Projekten in der ganzen Welt. Sie übernehmen den Aufbau und die Ausstattung der Werkstatt, sowie die Fortbildung von Mitarbeitern vor Ort.
Weitere Informationen: www.solux.org

Weitere Infos zum downloaden als pdf.


Unterstützer

Die Kooperation für das Solarlampenprojekt ist auf mehrere Jahre angelegt.
In der ersten Phase sollen eine Werkstatt für die Erstellung der Lampen aufgebaut und die Fachkräfte ausgebildet werden. Hier sollen die ersten 100 Lampen montiert werden.
Die Finanzierung dieser Phase wurde durch Beiträge von Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis, Assoziierte Mitglieder und Spenden von Institutionen oder Privatpersonen ermöglicht. Folgende Unterstützer haben das Projekt bisher finanziert:

Stadt Magdeburg (D)

Stadt Kehl (Luxemburg)

Kanton Basel-Land (Assoziiertes Mitglied Schweiz)

Stamm Verlag (D)

Stadt München (D)

 

Wir möchten uns, auch im Namen der indigenen Völker in Peru, ganz herzlich für diese Unterstützung bedanken!